Human Help Network - dpa-Meldung 29.01.2005
Kleine Seelen, grosse Gefahr
Unbeschwerter Urlaubsgenuss und praktiziterte Zivilcourage - das muss kein Widerspruch sein. Schon gar nicht, wenn es um den weltweiten Schutz vor kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern geht. Deshalb unsere Bitte: Helfen auch Sie mit!
Kindesmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verbrechen. Die international tätige Kinderrechtsorganisation ECPAT und die im Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) zusammengeschlossenen Touristikunternehmen sind bereits aktiv: Um Tätern das Terrain zu entziehen, haben ECPAT und der DRV einen umfangreichen Verhaltenskodex zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung vereinbart und unterschrieben.
Kindesmissbruach ist weltweit strafbar. Seit einigen Jahren können Behörden von Bundesbürgern im Ausland begangenen sexuellen Missbrauch an Kindern verfolgen. Dazu zählen auch Kinderhandel und Kinderpornographie. Das heißt: Überführte Täter können nach deutschem Recht bestraft werden, wenn sie - wo auch immer - Kinder im Ausland sexuell missbraucht haben. Weltweit arbeiten viele Länder zusammen daran, dass diese Taten nicht länger als "Vergehen", sondern als Verbrechen eingestuft werden. www.ecpat.de
Zeigen Sie Zivilcourage!
Verschließen Sie nicht Ihre Augen und Ohren. Wenn Sie Anhaltspunkte für etwas Verdächtiges haben: BERICHTEN SIE! WERDEN SIE SOFORT AKTIV und REDEN SIE DARÜBER!
Durch Ihr Handeln und Ihre Unterstützung, ja durch ein einziges Telefonat kann der sexuelle Missbrauch von Kindern unter Umständen verhindert werden.
Sprechen Sie über Ihre Wahrnehmungen an Ort und Stelle mit der deutschen Botschaft in Ihrem Urlaubsland, mit der Touristenpolizei, der Reiseleitung Ihres Reiseveranstalters oder der Direktion ihres Hotels!
Aber: Handeln Sie nur im Rahmen Ihrer eigenen Möglichkeiten.
Neben der raschen Beweissicherung im Ausland sind Ihre Mitteilungen für deutsche Behörden wichtig: Sie können ein entscheidender Mosaikstein sein! Darum zögern Sie auch in Deutschland nicht. Wenden Sie sich mit Ihren Angaben bitte an die nächstgelegene Polizeidienststelle. Denn Sie und wir können etwas tun!!
Ziel von Human Help Network und allen anderen in ECPAT vertretenen Organisationen ist es, betroffenen Kindern zu helfen, neue Lebensperspektiven für sie zu schaffen und durch Öffentlichkeitsarbeit und verschärfte Gesetzgebung die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu beenden.
ECPAT (End Child Prostitution, Pornography, and Trafficking of Children) eine internationale Kinderrechtsorganisation mit Sitz in Bangkok (Thailand), hat sich zum Ziel gesetzt, Kinderpornographie, Kinderprostitution und Kinderhandel in aller Welt anzuprangern und zu bekämpfen. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat die Rechte der Kinder eindeutig definiert, darunter das Recht auf eine unbeschwerte Kindheit ohne Missbrauch und Ausbeutung. Mit über 300 Mitgliedsorganisationen in aller Welt setzt sich Ecpat für die Achtung der Kinderrechte ein. Zu den 25 Organisationen, aus denen die deutsche Arbeitsgruppe von Ecpat besteht, gehört auch Human Help Network.
Human Help Network unterstützt ECPAT mit zwei Projekten:
Pattaya, Thailand: Pattaya Orphanage
In Pattaya, einem beliebten Ziel für Millionen von Sextouristen aus aller Welt, arbeiten Tausende von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren als Prostituierte.
Human Help Network finanziert in Pattaya ein offenes Jugendhaus, deren Mitarbeiter sich um Babystricher, junge Prostituierte und deren Kinder kümmern. Streetworker versuchen, Zugang zu den Kindern zu finden und ihnen alternative Lebenswege zu eröffnen. Ihre Arbeit ist schwierig und immer wieder von Rückschlägen bedroht. Zur Zeit leben hier ca. 22 Kinder.
Olongapo, Philippinen: PREDA Foundation
Olongapo war bis Beginn der 1990er Jahre US-Militärstützpunkt, umgeben von ausgedehnten Vergnügungsvierteln, in denen unzählige junge Frauen und Mädchen als Prostituierte arbeiteten. Hier gibt es seit 1974 ein Haus für sexuell missbrauchte Mädchen: PREDA. Mädchen im Alter von 7 bis 18 Jahren finden Zuflucht vor Missbrauchssituationen in der Familie, auf der Straße oder in der organisierten Prostitution. Psychologen und Sozialarbeiter helfen ihnen, das Erlebte zu verarbeiten. Human Help Network unterstützt die Arbeit von PREDA finanziell.













