"Geld kann man nicht essen"
Indische Hilfsorganisation AIDA dankt HUMAN HELP NETWORK und stellt Projekte vor
Von Dennis Rink
Über 40 Prozent der Kinder in den nordöstlichen Regionen Indiens werden keine fünf Jahre alt. Der Grund hierfür sind mangelnde hygienische Voraussetzungen in den oftmals abgelegenen Dörfern sowie der schlechte medizinische Kenntnisstand der Bevölkerung. Um diese Missstände zumindest Ansatzweise zu beheben und den Menschen in dieser rauhen Region Indiens eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen, stellte die Mainzer Kinderhilfsorganisation HUMAN HELP NETWORK (HHN) im vergangenen Jahr 404.332 EUR zur Verfügung, die den ortsansässigen Projektpartnern in Indien den Patres der Salesianer Don Bosco sinnvoll genutzt werden sollten.
Um den Verantwortlichen von HHN einen Bericht über den Erfolg und die zukünftigen Vorhaben in Indien zu geben, machte Salesianerpater Tony Pelissery zusammen mit fünf Mitgliedern der indischen Nichtregierungsorganisation AIDA, die HUMAN HELP NETWORK bereits im Jahr 2005 unterstützt hatte, auf seiner Europareise Halt in Mainz.
Denn neben Hilfsorganisationen in Deutschland arbeitet Tony Pelissery auch mit Initativen in Italien, Dänemark und Belgien zusammen. "Die Salesianer Don Bosco und uns verbindet ein wesentlicher Ansatz: Wir haben beide die Philosphie, auf Menschen zu zugehen und sie durch persönliche Nähe und Hilfe zu unterstützen", sagt der Vorsitzende von HHN, Ewald Dietrich.
Denn mit den Spendengeldern ist es sowohl den Salesianern Don Bosco als auch AIDA möglich, Hilfskräfte auszubilden, die sich für mehrere Tage in die meist sehr abgelegenen Dörfer Nord Ost Indiens begeben und den Menschen dort im direkten Kontakt helfen. "Wir geben ihnen Ratschläge, was sie machen müssen, wenn ihre Kinder krank werden, stehen ihnen bei Erziehungsfragen zur Seite und beschaffen natürlich so einfache Dinge wie zum Beispiel Schuhe für die Kinder", schilderte Tony Pelissery einen Teil der Arbeit seiner Organisation, die sich vor allem auf das Wohl der Kinder konzentriert.
"Denn die Kinder dort haben kein einfaches Leben. Sie haben kaum Kleidung und sind schon in jungen Jahren sehr großen Belastungen ausgesetzt. Zudem sind sie anfälliger für Krankheiten und sterben oftmals schon an einem bloßen Fieber, weil die Eltern es nicht richtig behandeln können".
Wie wichtig das Engagement solcher Initiativen vor Ort ist, betonte der Geschäftsführer der Organisation JUGEND DRITTE WELT e. V., Hans-Jürgen Dörrich: "Geld kann man nicht essen. Wir können die Spenden in Deutschland nur sammeln und sind angewiesen auf die sinnvolle Verwendung solcher Initiativen in Indien selbst."













