Projektberichte Burundi
16.01.2012 - Burundi

Krankenpflege-Azubis des Projektzentrums Kajaga im Praktikum besucht

Frisch aus Burundi und Ruanda zurück, berichten die beiden… 

15.06.2011 - Burundi

Endlich ist er da!

Im Projektzentrum Kajaga, im Herzen Burundis, konnte man es schon gar… 

19.02.2011 - Ruanda, Burundi, Angola, Sudan, Südafrika

Aktuelles aus Afrika

Unsere Arbeitsschwerpunkte in Afrika sind Bildungs- und… 

13.10.2010 - Burundi

Projektzentrum Kajaga in Bujumbura Burundi

Das Projektzentrum Kajaga in Bujumbura beinhaltet drei… 

Burundi

Gesamtansicht Projektzentrum Kajaga
Pharmazieklasse im Projektzentrum Kajaga in Bujumbura
Schüler im Labor des Projektzentrum Kajaga

Projektzentrum Kajaga in Bujumbura  – Die Zukunft fest im Blick 

Burundi ist einer der kleinsten Staaten Afrikas, aber – ebenso wie der Nachbarstaat  Ruanda – sehr dicht besiedelt. Zwischen dem Viktoriasee und dem Tanganjikasee gelegen, wird das Land von einem Hochplateau (1.400–1.800 Meter) durchzogen, das allmählich auf über 2.700 Meter ansteigt. Dieses Randgebirge des markanten Ostafrikanischen Grabens fällt schließlich zum Innern der vom Tanganjikasee gefüllten Grabensenke steil ab. Im Gebirge entspringt der Luvironza, der in den Ruvusu mündet und den längsten und südlichsten Quellfluss des Nils darstellt. Die Nilquelle befindet sich etwa 45 Kilometer östlich des Tanganjikasees zwischen Bururi und Rutana. Damit scheint auch schon das Spannendste dieses kleinen Landes erzählt zu sein, denn: 

Burundi ist laut „Welthunger -Index zur Lage in den letzten 25 Jahren“  das ärmste Land der Welt. 42,6% der Bevölkerung hungern. 2007 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auf 58 % . In einem Welthungerindex der Welthungerhilfe steht Burundi auf allerletzter Stelle unter 119 Entwicklungsländern und osteuropäischen Transformationsstaaten.

Gründe für den Hunger sind Kriegsfolgen, Übernutzung der Böden, hohe Bevölkerungsdichte und der damit verbundene Landmangel, der durch die Rückkehr von Flüchtlingen noch verschärft wird.

Auch die Situation der Kinder in Burundi ist mehr als beunruhigend. Rund 25% der Kinder zwischen 10 und 14 Jahren verrichten Kinderarbeit. Kinder befinden sich in Gefängnissen, erleben sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt. Die Ausbeutung und der Missbrauch von Straßenkindern, Waisen und behinderten Kindern zur Prostitution, Knechtschaft und als Kindersoldaten ist eine große Schande.

Bildung als Chance!

Deshalb haben wir einen Schwerpunkt von Aktion Tagwerk auf dieses Land gelenkt und arbeiten in Burundi mit einem Partner dauerhaft zusammen.  

Dieser Partner von HHN und Aktion Tagwerk ist die Fondation Stamm mit dem Projektzentrum Kajaga, in der Nähe der Hauptstadt Bujumbura.  Unterstützt wurden bisher Baumaßnahmen zur Primar- und Sekundarschule Ecole Polyvalente – Carolus Magnus in Kajaya. Im September 2010 besuchten bereits über 700 Schülerinnen und Schüler die Carolus Magnus-Schule und den Kindergarten.  

Für 2010 und 2011 ist der Ausbau der vorhandenen PTA Ausbildung  vorgesehen. Dieser Ausbildungszweig wird ergänzt durch eine MTA Ausbildung, eine Krankenpfleger und Krankenschwesterausbildung für jährlich insgesamt 120 Schülerinnen und Schüler. Alle Ausbildungsbereiche wurden 2011 zu einem Berufsbildungszentrum unter dem Namen Tanganjika Paramedical School auf dem Gelände des Projektzentrums Kajaga zusammengelegt.

Neben der Ecole Polyvalente Carolus Magnus und der Tanganjika Paramedical School entsteht auf dem Gelände des Projektzentrums Kajaga außerdem das Centre Medical Hippocrate, eine Medizinstation für das Stadtgebiet Kajaya, nördlich von Bujumbura

Alle Einrichtungen auf dem großen Projektgelände erhalten ihre Stromversorgung über eine brandneue Solarstromanlage, die aus Mitteln von Aktion Tagwerk und des BMZ finanziert wurde.

Seit 2002 wurden folgende Teilprojekte  der Fondation Stamm in Bujumbura  - auf Antrag  - unterstützt:  Kinderheim Uranderera, Strassenkinderzentrum Birashoboka, die Fahrradtaxi Projekte in Bujumbura, Muyinga und Gitega, ein Multifunktionsgebäude in der zweitgrößten Stadt Burundis – in Gitega – wurde finanziert und bei der Hungernot im Jahr 2006 konnte eine Nahrungsmittelhilfe für Muyinga in der Nordostprovinz organisiert werden.

 

Organigramm Fondation Stamm