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Wasser, Bildung und Nahrungsmittel für den Südsudan

Der Südsudan ist ein noch recht neuer Staat in Afrika. Er erlangte am 9. Juli 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan; zuvor war das Gebiet von 1972 bis 1983 und erneut von 2005 bis 2011 eine autonome Region innerhalb des Sudans.

 

Nach mehr als 20 Jahren Bürgerkrieg, Gewalt und Hunger besteht seit 2011 die Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden.

 

Human Help Network unterstützt seit 2006 Projekte der Salesianer Don Boscos sowie das Friedensdorf in Kuron mit Infrastrukturhilfen, die Kindern und Jugendlichen eine Chance auf gesunde Entwicklung und Bildung geben. Bereits 2007 unterstützten wir die Salesianer mit einem Wassertankwagen für die Arbeit in den Flüchtlingscamps.

 

Seit einigen Jahren werden zudem regelmäßig Container in den Südsudan geschickt. Im Jahr der Unabhängigkeit gingen zwei große Container mit einer kompletten Schlosserwerkstatt in den Südsudan. Das Ziel dieser Container war das Friedensdorf Kuron im kenianisch-äthiopischen Grenzgebiet. Nach der Ankunft wurden mit den Schweißmaschinen zunächst die nötigen Werkstatthallen gebaut, danach konnten die Jugendlichen ihre Ausbildung etwa zum Schreiner oder zum Schlosser beginnen.

 

Friedensdorf Kuron

„Zusammen mit zwei Einzelspendern hat vor allem „HELFT UNS LEBEN e.V.“ das Projekt „Schreinerwerkstatt“  finanziert”, freut sich Organisator Udo Mechlinski. Die Schreinerausstattung umfasst zahlreiches Werkzeug sowie drei große Maschinen: Eine Formatkreissäge, eine Hobelmaschine und eine Holzfräse – alles moderne Präzisionsgeräte und nagelneu.

 

Mechlinski weiter: „Ursprünglich waren ja Gebrauchtmaschinen angedacht, aber dann hat uns der österreichische Hersteller Felder ein so tolles Neupreisangebot gemacht, dass man hier schon von Sponsoring sprechen muss. Und obendrein bietet die Firma auf die Maschinen eine Garantie von fünf Jahren. Die Firma Felder selbst hat auch Niederlassungen in Afrika. Ersatzteile und Wartung vor Ort sind also auch kein Problem.“

 

Weil er die schwierigen Verhältnisse vor Ort kennt, hat Mechlinski auch darauf geachtet, dass die Maschinen keinen digitalen Schnickschnack haben. Feineinstellungen werden mit der Hand vorgenommen. Das ist zuverlässiger, denn der Strom kommt in Kuron nicht aus der Steckdose, sondern von Generatoren und die fallen schon mal aus. Deshalb haben die deutschen Helfer auch noch weitere Generatoren mit in den Container gepackt und große leere Fässer, die für die Dieselbeschaffung per Lkw gebraucht werden.

 

Die Waren sind immer andere, eines aber ist immer gleich: Beim Verladen in Zornheim bei Mainz ist es meist bitterkalt. „Das muss so sein“, erklärt Schlaubitz, einer der Mitstreiter von Udo Mechlinski, „denn die Waren erreichen das Dorf nur, wenn Trockenzeit ist, und das ist jetzt. Und da ist es bei uns eben Winter. Außerhalb der Trockenzeit geht dort oft monatelang gar nichts, da sind die Straßen die reinsten Schlammwüsten und unpassierbar.“

 

Wie gut, dass es in Afrika einen kleinen Kraftprotz gibt, der sich auch dann noch über die unwägbaren Pisten kämpft, wenn andere längst den Geist aufgegeben haben: Der Unimog, der als Krankenwagen und mobile Klinik 2013 als Neuzugang nach Kuron kam und seitdem unverdrossen seinen Dienst versieht.

 

Auch er ist eine Spende von „HELFT UNS LEBEN e.V.“ mit finanzieller Unterstützung von Human Help Network. „Der Unimog ist voll im Einsatz. Das läuft optimal“, berichtet Mechlinski. „Vor einiger Zeit hat er die 1.200 Kilometer lange Strecke in die Uniklinik nach Kampala im benachbarten Uganda bewältigt und war dafür eine knappe Woche unterwegs.“

 

2015 konnte erneut ein Container mit einem „neuen“ 20 Jahre alten LKW auf den Weg in den Südsudan gebracht werden. Pünktlich an Heiligabend erreichte der Lastwagen das Friedensdorf in Kuron. Die Freude vor Ort war riesengroß, denn der LKW ist eine wertvolle Hilfe bei der Verbesserung der Infrastruktur in diesem von Krisen geschüttelten Gebiet.

 

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