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Südsudan: Auf ein Leben in Frieden hoffen

Nach jahrelangen Kämpfen gegen die sudanesische Regierung in Khartum erlangte der Südsudan 2011 seine Selbständigkeit. Zu einem langfristigen Frieden kam es in der neu gegründeten Republik jedoch nicht. Seit 2013 herrscht dort ein erbitterter Bürgerkrieg. Die Armut ist groß. Das Land leidet unter anhaltender Gewalt, Dürre und Hunger. Etwa zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht.

 

Human Help Network unterstützt seit 2006 im Sudan Projekte der Salesianer Don Boscos sowie das von Bischof Paride Taban gegründete Friedensdorf „Holy Trinity Peace Village Kuron“. Neben einem Wassertankwagen, den die Salesianer Don Boscos 2007 dringend für ihre Arbeit in den Flüchtlingscamps benötigten, finanzierte Human Help Network Containerlieferungen mit Hilfsgütern in den Südsudan. 2017 leistete Human Help Network Hilfe für das von den Salesianern eingerichtete Flüchtlingscamp in Gumbo, nahe der Hauptstadt Juba: Die Spendengelder wurden für die Versorgung der Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln eingesetzt.

 

„Holy Trinity Peace Village Kuron“ – Friedensdorf Kuron

Im Grenzgebiet zu Äthiopien und Kenia, am Fluss Kuron, verwirklichte Bischof Paride Taban 2005 seine Idee eines Friedensdorfs: Es entstand ein Dorf, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Ethnien friedlich zusammenleben – Menschen, die sich in anderen Teilen des Landes genau wegen dieser Unterschiede bekämpfen. Hier arbeiten sie gemeinsam und respektieren einander, sie haben gemeinsame Ziele. Und zeigen damit sowohl ihren Landsleuten als auch der Regierung ihres Landes, dass Frieden und Versöhnung möglich ist.
Die eigenständige Arbeit in Kuron aufrechtzuerhalten, ist allerdings sehr schwer und mühsam: Das Dorf liegt sehr abgeschieden und es stehen nur begrenzte finanzielle Mittel zu Verfügung.

 

Die Verwaltung des Dorfes ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Mittlerweile gibt es eine funktionierende Landwirtschaft, ein kleines Gesundheitszentrum, einen Kindergarten, eine Schule sowie Angebote berufsbildender Maßnahmen. Von den Fortschritten im Dorf profitieren aber nicht nur die dort lebenden Menschen, sondern auch die Bevölkerung in der Umgebung. Das Projekt erreicht inzwischen über 50.000 Menschen.

 

2011 finanzierte Human Help Network Containerlieferungen mit einer Schlosser- und Schreinerwerkstatt, um den Aufbau von Ausbildungswerkstätten zu ermöglichen. So können Jugendliche in Kuron mittlerweile den Schreiner- und Schlosserberuf erlernen.

 

Außerdem unterstützte Human Help Network 2015 und 2017 den Transport von zwei LKWs. Für die Menschen in Kuron sind die Fahrzeuge eine große Hilfe bei ihrer täglichen Arbeit. Sie können in Kuron und Umgebung für die Versorgung der Menschen mit dringend benötigten Nahrungs- und medizinischen Hilfsmitteln eingesetzt werden. Ein Unimog dient als Krankenwagen und mobile Klinik.


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