4
Ja, ich will!
Direkt online spenden

Spendenkonto: 67|Sparkasse Mainz|BLZ 550 501 20|Swift Code: M A L A D E 5 1 M N Z|IBAN: DE08 5505 0120 0000 0000 67

Schulpartnerprojekte, ein neues
Angebot für Schulen und Schulklassen

Ihre Schule oder Schulklasse hätte gern ein Partnerprojekt mit persönlichem Bezug in Afrika? In Zusammenarbeit mit Aktion Tagwerk bietet Human Help Network jetzt auch die Möglichkeit an, mit einer Schulklasse oder Schule das Schulpartnerprojekt Kinderfamilien in Ruanda zu unterstützen. Sie sehen direkt, wo der Erlös Ihrer Aktionen ankommt. Über das Partnerprojekt sowie über das Projektland Ruanda erhalten Sie informative Unterlagen für Ihren Unterricht.

 

Schulen oder Schulklassen, die das Schulpartnerprojekt erstmalig unterstützen, erhalten ein „Begrüßungspaket“ mit vielfältigen Informationsmaterialien über Ruanda, Kinderfamilien allgemein, das Projekt und eine Familie, die durch das Projekt unterstützt wird. Schulen, die das Schulpartnerprojekt dauerhaft unterstützen, erhalten jährlich ein Informations-Paket mit einem Brief aus dem Projekt (von der lokalen Sozialarbeiterin), einigen generellen Informationen und der Präsentation einer weiteren Kinderfamilie. So lernen die Schülerinnen und Schüler jedes Jahr mehr Kinder und Jugendliche aus Ruanda und ihre Lebenssituation kennenlernen. Außerdem werden jedes Jahr Unterrichtsmaterialien zu einem anderen – mal aktuellen, mal allgemeinen – Thema zum Projektland Ruanda zur Verfügung gestellt.

 

Was ist eine Kinderfamilie?

Viele Kinder in Ruanda sind auf sich gestellt. Gerade auf dem Land greifen moderne Seuchen wie Malaria, Tuberkulose und, am stärksten, HIV, immer mehr um sich. Auch der Völkermord von 1994 hat bis heute starke Auswirkungen, sogar auf Kinder, die ihn nicht selbst erlebt haben. Ihre Eltern sind traumatisiert, wollen keine Verantwortung für sie übernehmen und laufen manchmal einfach weg. Oder sie sitzen auf unbestimmte Zeit im Gefängnis. Die Kinder – oft von ihren Eltern vernachlässigt, aufgrund von deren Krankheit oder Traumatisierung – stehen allein vor einer Aufgabe, auf die sie niemand vorbereitet hat. Sie müssen ihren Alltag selbst organisieren, zur Schule gehen, etwas zu Essen auf den Tisch bringen, sich vertragen und ihre Trauer bewältigen. Daran zerbrechen viele dieser sogenannten Kinderfamilien. Die Geschwister zerstreiten sich, leiden Hunger, und landen schließlich auf den Straßen von Ruandas Städten – als Straßenkinder.

 

Was ist das Kinderfamilien-Projekt von Human Help Network?

Um dies zu verhindern, gibt es das Kinderfamilien-Projekt von Human Help Network. Hier hat man sich gefragt, was eine Kinderfamilie braucht, um ihr Leben selbst zu organisieren. Ein Haus und ein kleines Feld haben die meisten von ihren Eltern geerbt. Doch oft ist beides in einem erbärmlichen Zustand, und wie man das kleine Feld mit seinem ausgelaugten Boden sinnvoll nutzen kann, wissen die Kinder und Jugendlichen auch nicht. Im Projekt bekommen sie Beratung in Sachen Landwirtschaft und Ernährung, und darüber hinaus in anderen wichtigen Fragen, wie zum Beispiel Hygiene. In den schlimmsten Fällen werden auch die Häuser renoviert. Darüber hinaus wird ihnen der Schulbesuch finanziert, die wichtigste Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Die Krankenversicherung wird übernommen. SozialarbeiterInnen kümmern sich regelmäßig um die Familien und beraten sie in jeder Hinsicht. Manche haben familiäre Konflikte, sind Opfer von Gewalt durch Erwachsene, kommen in das Alter, in dem sie über Risiken wie HIV aufgeklärt werden müssen etc. In diesen Fällen sind die SozialarbeiterInnen für sie da, oder sie helfen ihnen einfach bei der Organisation des Alltags. Haushaltspflichten müssen aufgeteilt werden, damit alle in die Schule gehen können, und es trotzdem etwas zu essen gibt. Die ältesten Mitglieder von jeweils 5-10 Familien aus einer Nachbarschaft setzen gemeinsam einkommensschaffende Maßnahmen um, wie Landwirtschaft oder Viehzucht.

 

Wer setzt das Kinderfamilien-Projekt vor Ort um?

Im Projektland führt eine ruandische Organisation das Projekt Kinderfamilien in sehr enger Zusammenarbeit mit Human Help Network aus. Sie heißt STRIVE Foundation Rwanda. STRIVE arbeitet absolut transparent und sehr professionell. Alle wichtigen Entscheidungen werden von Human Help Network und STRIVE gemeinsam getroffen. So entstehen Projekte, die den Blickwinkel der Spender ebenso berücksichtigen wie landestypische Bedingungen, Bedürfnisse und Mentalitäten. Vor allem werden die Projekte so umgesetzt, dass die Begünstigten genau das bekommen, was sie brauchen. Die Arbeit mit lokalen Partnern spart nicht nur Verwaltungsausgaben für ein eigenes Büro vor Ort. Darüber hinaus trägt es dazu bei, dass die Entwicklung aus dem Land selbst kommt. Gut gebildete Ruander arbeiten bei STRIVE täglich dafür, dass es ihren weniger glücklichen Mitbürgern, vor allem Kindern und Jugendlichen, in Zukunft besser geht.


Ansprechpartnerin Schulpartnerprojekte bei Human Help Network:

 

Katrin Pulipara
Projektreferentin Ruanda/Uganda
Walpodenstr. 10
55116 Mainz

 

Katrin.Pulipara@hhn.org
Telefon: 06131-23 76 00
Fax: 06131-22 70 81


Hinweis:

Es ist kein Briefkontakt mit den Kinderfamilien möglich. Das würde einen organisatorischen Aufwand bedeuten, den keiner der beteiligten Projektpartner leisten kann. Briefe zu sammeln, in beide Richtungen zu transportieren, zu übersetzen und vor allem immer die richtigen Kinderfamilien, die gerade einen Brief bekommen haben, außerplanmäßig zu besuchen, wäre sehr schwierig. Die Kinderfamilien leben nicht alle an einem Ort, sondern sie sind, wie es in Ruanda üblich ist, weitläufig über die Hügel verteilt. All die Arbeitszeit, die investiert werden müsste, würde Kosten für Verwaltung bedeuten, die wir lieber direkt in die Projekte investieren möchten. Dafür schickt die ruandische Sozialarbeiterin, die das Projekt vor Ort betreut, einmal im Jahr einen Brief mit aktuellen Informationen und persönlichen Grüßen. Sie stellt auch jedes Jahr eine Kinderfamilie vor, die ihr besonders am Herzen liegt. So besteht ein indirekter, und dennoch sehr persönlicher Zugang zum Partnerprojekt.

Projektberichte:


Unsere Partnerorganisationen: