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Burundi in der Krise – Der Alltag geht unter erschwerten Bedingungen weiter

19.02.2016 – Die Menschen in Burundi mussten im Jahr 2015 einiges erleiden. Burundi wird von den Vereinten Nationen regelmäßig zu den ärmsten Ländern der Welt gezählt. Im Jahr 2015 musste das Land zusätzlich durch eine schwere politische Krise gehen.

Burundi in der Krise – Der Alltag geht unter erschwerten Bedingungen weiter

Vor allem in der Hauptstadt Bujumbura war der größte Teil des Jahres geprägt von Gewalt auf den Straßen. Menschen demonstrierten gegen die dritte Amtszeit des Präsidenten. Sie wurden von der Polizei reihenweise verhaftet. Einige wurden erschossen. Schätzungsweise 180.000 Menschen flüchteten vor der andauernden Gewalt in die Nachbarländer.

 

Das von Human Help Network (HHN) unterstützte Projektzentrum Kajaga liegt in einem ländlichen Vorort der Hauptstadt Bujumbura. Im Frühjahr 2015 musste die Schule für ein paar Wochen schließen, weil sich Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler nicht mehr vor die Tür trauten. Trotz all der Problematik konnten 30 Jugendliche der PTA-Schule am 28. August 2015 stolz ihre Diplome entgegennehmen. Alle haben jetzt den Zugang zur Universität geschafft. 16 von ihnen haben bereits Jobangebote. Das ist auch den Praktika zu verdanken, die sie während der Ausbildung absolvieren müssen. Sie bieten eine gute Gelegenheit, bei einem möglichen Arbeitgeber einen guten Eindruck zu hinterlassen.

 

Im August 2016 wird der fünfte Jahrgang pharmazeutisch-technischer Assistenten (PTA), der dritte Jahrgang Krankenpfleger sowie der erste Jahrgang medizinisch-technischer Assistenten (MTA) den Abschluss in Kajaga machen. Über diese drei von Human Help Network und Aktion Tagwerk unterstützten Ausbildungszweige hinaus bietet das Zentrum einen Kindergarten, eine Primar- und Sekundarschule sowie einen weiteren Berufsbildungszweig, Hotellerie, an. Außerdem gehört zu dem Komplex ein Gesundheitszentrum, unterstützt von unserem Projektpartner burundikids.

 

Am 11.12.2015 haben bewaffnete Einheiten mehrere militärische Einrichtungen in Bujumbura angegriffen. Das gesamte öffentliche Leben in Bujumbura kam an diesem Tag zum Erliegen. Mit weiteren Übergriffen ist zu rechnen. In der Hauptstadt Bujumbura kommt es täglich zu gewalttätigen, politisch motivierten Auseinandersetzungen, bei denen zum Teil Kriegswaffen zum Einsatz kommen. Im Januar 2016 ist die Lage in Burundi weiterhin unübersichtlich und angespannt. Wir sind in Gedanken bei den tapferen Menschen vor Ort.

 

Bildnachweis: Nadège Horimbere








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