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Das Hauptprojektland von Human Help Network in Afrika

Vor 23 Jahren, 1994, fand in dem kleinen, dicht bevölkerten Binnenstart in Ostafrika ein Völkermord statt, der innerhalb von 100 Tagen schätzungsweise 800.000 Menschen das Leben kostete. Noch heute sind die Folgen prägend: Ein ganzes Land ist traumatisiert, traditionelle soziale Sicherungssysteme sind stark beschädigt. In Sachen wirtschaftliche Entwicklung hat sich seit dem Völkermord einiges getan, allerdings profitiert hiervon nur eine sehr kleine Bevölkerungsschicht. Der Großteil der Ruander hingegen lebt in Armut, laut UN 69%. Die Ärmsten der Armen sind Frauen und Kinder – vor allem Waise und alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern.

 

 

Ruanda ist aber auch seit 1982 das Partnerland von Rheinland-Pfalz und aus diesem Grund das Hauptprojektland von Human Help Network e.V. (HHN). Seit 1990 finanziert HHN Bildungsprojekte in Ruanda.

 

Im Südwesten des Landes werden jährlich rund 800 Kinder und Jugendliche, die ohne Eltern in 300 sogenannten Kinderfamilien leben, unterstützt. Human Help Network und Aktion Tagwerk übernehmen die Kosten für die Krankenversicherung und ermöglichen allen schulpflichtigen Kindern den Schulbesuch. Hinzu kommen die landwirtschaftliche Ausbildung der Kinderfamilien, eine psychosoziale Betreuung, einkommensschaffende Maßnahmen sowie Berufsausbildungen.

 

Im Süden Ruandas fördert Human Help Network zusammen mit Aktion Tagwerk mehrere Kooperativen von insgesamt etwa 100 alleinerziehenden Müttern. Die Kooperativen produzieren Backsteinziegel, Bienenhonig, züchten Schweine und Ziegen und eine produziert sogar wunderschönes ruandisches Kunsthandwerk.

 

Bereits 1994, direkt nach dem Genozid, hat Human Help Network mitgeholfen, das große Berufsbildungszentrum „Centre des Jeunes-Gatenga“ der Salesianer Don Boscos in Kigali wiederaufzubauen. Diese Partnerschaft besteht noch heute; bietet doch gerade dieses Projekt die Grundlage für eine qualifizierte Ausbildung in diversen Berufsfeldern sowie viele soziale Angebote. Human Help Network finanziert heute zusammen mit Aktion Tagwerk die täglichen Mahlzeiten für Internatsschüler und andere laufende Kosten des Zentrums.

 

Straßenkinder sind leider auch heute noch von den Straßen der ruandischen Städte, vor allem der Hauptstadt, nicht wegzudenken. Das Straßenkinderzentrums Les Enfants de Dieu in Kigali (Distrikt Gasabo) leistet hier eine wichtige und dringend notwendige Arbeit: Es wird versucht, die Kinder und Jugendlichen in einen geregelten Alltag zu integrieren, der ihnen Halt und Orientierung bieten kann. Sie können im Zentrum wohnen, zur Schule gehen und an verschiedenen Freizeitaktivitäten teilnehmen. Human Help Network und Aktion Tagwerk leisten auch bei diesem Projekt finanzielle Unterstützung.

 

Seit das National Paralympic Committee of Rwanda (NPC) existiert, hat sich die Situation von Kindern, Frauen und Männern mit Behinderung in Ruanda deutlich verbessert. Früher wurden behinderte Menschen ausgegrenzt und ihre Bedürfnisse ignoriert, von der Politik ebenso wie von der Gesellschaft und der eigenen Familie. Heute gibt es in Ruanda viele Interessenverbände für Menschen mit Behinderung. Mittlerweile gibt es im ruandischen Parlament einen Abgeordneten, der sich explizit für die Beachtung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung bei allen politischen Entscheidungen einsetzt. All dies ist zu einem großen Teil dem mutigen Engagement des NPC zu verdanken. Gern unterstützen Human Help Network und Aktion Tagwerk das NPC bei seiner wertvollen Arbeit!

 

Rheinland-Pfälzer Schulen aktiv bei Aktion Tagwerk

Human Help Network und Aktion Tagwerk unterstützen mit dem Erlös der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ jährlich direkte Schulpartnerschaften im Rahmen der rheinland-pfälzisch-ruandischen Partnerschaft.


Unsere Partnerorganisationen: