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Neues Projekt in Burundi für Mädchen und junge Mütter!

12.03.2013 – Human Help Network dankt Aktion Tagwerk-Mitbegründerin Nora Weisbrod!

Neues Projekt in Burundi für Mädchen und junge Mütter!

Zur Auszeichnung mit dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) gratuliert Human Help Network herzlich der geschäftsführenden Vorsitzenden und Mitbegründerin von Aktion Tagwerk e.V., Nora Weisbrod! Das Preisgeld investiert sie nachhaltig: in zwei Projekte zur Förderung junger, benachteiligter Menschen in Afrika. Neben einem Solarlampen-Projekt für Kinderfamilien in Ruanda gehört dazu der Aufbau eines Drop-In Centers für junge Mädchen und Frauen in Burundi.

Aus Armut der Prostitution nachgehen – ein Schicksal, das viele junge Frauen und Mädchen auf der Welt teilen. Einige von ihnen leben in Gatumba, einer Siedlung, die zwischen der burundischen Hauptstadt Bujumbura und der Grenze zur D.R. Kongo liegt.

Gatumba ist eine sehr arme Gegend, in der es kaum Arbeit gibt. Außerdem ist sie so dicht besiedelt, dass die wenigsten Menschen Platz haben, um vor ihrer Lehmhütte etwas anzupflanzen. Da Gatumba am Fluss Rusizi liegt, leben die meisten Familien von der Fischerei. Das reicht kaum zum Überleben. Viele junge Mädchen prostituieren sich. Werden sie dadurch schwanger, lässt es sich nicht länger vor den Nachbarn leugnen, und die meisten Familien werfen die Mädchen dann aus dem Haus. Grund hierfür ist neben der Scham auch die Tatsache, dass bald ein weiteres Familienmitglied versorgt werden müsste, wofür kein Geld vorhanden ist.

Der Ansatz unseres burundischen Projektpartners, der Fondation Stamm, um diesen Mädchen, jungen Frauen und ihren Kindern zu helfen, ist die Eröffnung eines kleinen Drop-In Centers in Gatumba. Hier soll demnächst ein ambulantes Beratungsangebot den Mädchen einen Ausweg aus der Prostitution aufzeigen. Wenn möglich, sollen sie mit ihren Familien versöhnt und wieder in sie integriert werden. Bei besonders jungen Mädchen sollen Anstrengungen unternommen werden, ihnen wieder den Schulbesuch zu ermöglichen. In jedem Fall wird ihnen dabei geholfen werden, alternative Wege zu erkennen, wie sie auch ohne Prostitution ihren Lebensunterhalt verdienen können. Gerade letzteres ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Eltern oder andere Familienmitglieder wieder bereit sind, die Mädchen aufzunehmen. Sobald sie keine moralische und finanzielle Belastung mehr für die Familie darstellen, sind die meisten Eltern auch wieder bereit, sie aufzunehmen oder anderweitig zu unterstützen. Hieran sollen die Betreuerinnen des Drop-In Center vor allem arbeiten. Außerdem werden sie die Mädchen darin unterstützen, einen alternativen Lebensplan zu entwerfen. Oftmals fehlt es nur an einer – nach unseren Maßstäben – sehr kleinen Anschub-Finanzierung oder an der nötigen Bildung, um Ideen zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. Das Drop-In Center möchte nicht nur den betroffenen Mädchen, sondern auch ihren Kindern, ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Der Aufbau dieses neuen Projektes beginnt ab sofort.








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